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Nationaler Hoher Rat für Personen mit Behinderung

Beschäftigung und Einkommen

Im Rahmen eines föderalisierten Belgiens übt der Föderalstaat nur noch einige Kompetenzen im Bereich der Beschäftigung aus. In Anbetracht des Zusammenhangs zwischen Beschäftigung und Einkommen, handelt es sich aber um ein Thema, worüber sich der Nationale Hohe Rat für Personen mit Behinderung (NHRPB) regelmäßig ausdrückt. Dabei sorgt er dafür, dass dies in Abstimmung mit den für die regionalen Befugnisebenen zuständigen repräsentativen Strukturen der Personen mit Behinderung erfolgt.

 

Die Feststellungen des NHRPB

Das Vorhandensein eines Arbeitsplatzes stellt der ideale Weg zur sozialen Eingliederung dar.

Viele Personen mit Behinderung verfügen über Kompetenzen, die für unsere Gesellschaft sehr nützlich sind. Wegen herrschender Vorurteile und Mangels an angemessenen Vorkehrungen haben die meisten von ihnen keinen Zugang zu Beschäftigung. Andererseits hat eine große Zahl von Personen mit Behinderung nie die Gelegenheit gehabt, an ertragfähigen Ausbildungen teilzunehmen.

Ebenso erfahren gewisse Familien, die ein behindertes Mitglied zählen, Schwierigkeiten im Zusammenhang mit ihren Einkommen. So kommt es nicht selten vor, dass ein Elternteil sein Berufsleben teilweise oder völlig aufgeben muss, um der Person mit Behinderung beizustehen.

 

Was beantragt der NHRPB im Zusammenhang mit Beschäftigung und Einkommen ?

  • Eine verstärkte Abstimmung zwischen der Föderalbehörde und den Gemeinschaften und Regionen, damit die gesamten Auswirkungen der Beschäftigungsmaßnahmen korrekt bewertet werden.
  • Aktive Maßnahmen zur Erhöhung der beruflichen Eingliederung der Personen mit Behinderung oder zur Gewährleistung der Aufrechterhaltung ihrer Beschäftigung. Solche Maßnahmen müssen die allgemeine berufliche Eingliederung anstreben und sich auch auf die Mobilität, die Pflegeleistung, die Zugänglichkeit, ... auswirken. Unter Berücksichtigung der Vielfalt der betreffenden Bereiche müssen solche Aktionen in enger Abstimmung zwischen den verschiedenen Befugnisebenen geplant werden.
  • Eine Teilnahme der Beihilfenregelung an der Wiederbeschäftigungspolitik, indem diese Regelung auf automatische und schnelle Weise die Perioden von beruflichen Unterbrechungen deckt. Dieser Aspekt ist bei der heutigen Regelung völlig abwesend.
  • Eine besondere Beachtung des sozialen und steuerrechtlichen Statuts des Helfers. Maßnahmen müssen getroffen werden, um ihm eine Pension zu gewähren. Die Weise, auf die der Elternurlaub der nahen Verwandten der Personen mit Behinderung organisiert wird, muss verbessert werden. Die jüngsten Maßnahmen bezüglich des Elternurlaubs sind unzureichend, was die Dauer und der Kostenübernahme der Unterbrechung anbelangt.
  • Eine tiefgreifende Überlegung über die Beschäftigungsquoten der Personen mit Behinderung. Die föderalen Rechtsvorschriften sehen die Einstellung von mindestens 3% von Personen mit Behinderung im öffentlichen Dienst vor. Diese Norm muss eingehalten werden, was heute nicht der Fall ist. Die Beschäftigungsquoten ergänzen die anderen Maßnahmen zur Förderung der Beschäftigung der Personen mit Behinderung. Auch die Zweckmassigkeit der Einführung von Quoten im Privatsektor soll ernsthaft untersucht werden.
  • Die Entwicklung von Synergien zwischen den beschützten Werkstätten und den gewöhnlichen Betrieben.
  • Die Erwägung der Möglichkeit eines frühen Zugangs zur Ruhestandspension, wie in den Empfehlungen beschrieben, die im 2009-Bewertungsbericht der Begleitkommission für die Einstellung von Personen mit Behinderung im föderalen öffentlichen Dienst enthalten sind. Für viele Personen mit Behinderung ist es nämlich fast unmöglich, eine völlige Laufbahn zu erreichen. Der Zugang zur Vorpension muss unter der Garantie der Aufrechterhaltung der Rechte des Arbeitnehmers erfolgen
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